Instrumente

Ganz allgemein gilt: Man sollte das Instrument erlernen, welches einen auch wirklich interessiert. Der z.B. für angehende E- Gitarrenschüler oft empfohlene (jahrelange) Umweg über die akustische Konzertgitarre kann der größte Motivationskiller sein. Dabei ist es möglich anfangs auf beiden Instrumenten genau die gleichen Unterrichtsinhalte zu behandeln (s.u.).

Linkshänder

Für Linkshänder gibt es "andersrummene" Instrumente! Die Auswahl ist hier etwas kleiner und die Preise liegen oft etwas höher. Es ist aber für Linkshänder wichtig nicht "rechtsherum" anzufangen, da es sonst mit der Zeit immer schwieriger wird noch nennenswerte spieltechnische Fortschritte zu erreichen.

Leihinstrumente

Die Grünton Musikschule bietet regulär keine Leihinstrumente an, da von verschiedenen Händlern sowohl akustische als auch elektrische Gitarren und Bässe sehr günstig und in absolut brauchbarer Qualität angeboten werden (neue akustische Gitarren ab etwa € 30,- / neue E-Gitarren oder Bässe ab etwa € 100,- inkl. Verstärker)

Für folgende Instrumente bietet die Grünton Musikschule Unterricht an:

E-Bass

(akustische Bassgitarre, Akustikbass, A-Bass: s.u.)

Kaum eine Band verzichtet auf ein separates Bass- Instrument, welches die Aufgabe hat, das klangliche und harmonische Fundament zu legen. Der E-Bass (und in traditionsbetonenden Stilistiken wie Jazz auch sein Ahne der Kontrabass) ist für diese Aufgabe das mit Abstand am häufigsten eingesetzte Instrument. Sicherlich auch, weil man Basslinien mit dem E-Bass (/Kontrabass) und seinen zusätzlichen perkussiven Spieltechniken sehr gut zum Leben erwecken und zum Grooven bringen kann, wozu z.B. bei Tasteninstrumenten schlicht die (Ausdrucks-) Möglichkeiten fehlen.

bundiert

Im Gegensatz zum Kontrabass ist der "klassische" E-Bass wie eine Gitarre bundiert, was das Erlernen und Spielen des Instruments vereinfacht. Der bundierte E-Bass ist heute nach wie vor der "normale" und meist gespielte Bass

bundlos

Der bundlose E-Bass (ursprünglich durch das Entfernen der Bundstäbchen von bundierten E-Bässen durch experimentierfreudige Bassisten entstanden) ist inzwischen das Hauptinstrument des Musikschulbetreibers/ Lehrers geworden, auf das er sich in den letzten etwa zehn Jahren zunehmend spezialisiert hat. Ein bundloser Bass klingt deutlich anders als ein bundierter, vor allem aber gibt er dem geübten Bassisten die Möglichkeit einzelne Töne musikalisch richtiger zu intonieren, als eine feste Bundeinteilung das ermöglicht.

Unterricht:

Nach einer kurzen Einführung in die Technik der Greif- und Anschlaghand, werden sehr bald Basslinien von etablierten Bassisten nach- bzw. mitgespielt. Theoriekenntnisse werden im Zusammenhang mit Beispielen aus bestehenden Songs vermittelt. Nachdem die Grundkenntnisse gefestigt sind, kann der Schüler auch eigene CDs mitbringen von denen er Basslinien nachspielen möchte. Der Lehrer ist im "Heraushören" von einzelnen Instrumenten aus dem Songarrangement geübt und kann daher dem Schüler recht schnell zeigen, wie die entsprechenden Basslinien zu spielen sind.

Akustische Bassgitarre (Akustikbass, A-Bass)

Die akustische Bassgitarre ist als Abwandlung des E-Basses entstanden und nicht umgekehrt. Sie ist fast immer mit einem eingebauten Tonabnehmersystem ausgestattet, um das - auch gegenüber akustischen Gitarren - leider recht leise Instrument verstärken zu können. Die Spieltechniken und der Unterricht entsprechen denen des E-Basses (s.o.).

E-Gitarre

Rockmusik in allen ihren Richtungen (z.B.: Hardrock, Punkrock, Metal, Hardcore, Grunge) ist eigentlich immer E-Gitarrenmusik. Aber auch in Pop-, Blues-, Ska- und Country- Musik, sowie im Jazz und im Reggae ist die E-Gitarre zu Hause. Ihre - für diese universellen Einsatzmöglichkeiten verantwortliche - klangliche Variabilität erhält die E-Gitarre erst im Zusammenspiel mit ihrem Gitarrenverstärker. Der verzerrte Gitarren- (Verstärker-) Sound hat sich neben dem unverzerrten ("cleanen") längst als typische E-Gitarrenklangfarbe etabliert. (Ursprünglich ist die Verzerrung als eigentlich ungewolltes Nebenprodukt bei laut aufgedrehten, leistungsschwachen Röhrenverstärkern entstanden.)

Unterricht:

Auf der E-Gitarre startet der Unterricht mit den Grundlagen der Songbegleitung (s.u. bei akustische Gitarre). Danach werden alle Spieltechniken direkt anhand von CD- Aufnahmen entsprechender Songs erarbeitet bzw. vertieft und die Gitarrenteile nach- bzw. mitgespielt. Theoriekenntnisse werden im Zusammenhang mit Beispielen aus bestehenden Songs vermittelt. Nachdem die Grundkenntnisse gefestigt sind, kann der Schüler auch eigene CDs mitbringen von denen er Songs nachspielen möchte. Der Lehrer ist im "Heraushören" von einzelnen Instrumenten aus dem Songarrangement geübt und kann daher dem Schüler recht schnell zeigen, wie die entsprechenden Gitarrenfiguren zu spielen sind.

Akustische Gitarre (klassische Konzertgitarre / Westerngitarre)

Die klassische Konzertgitarre (Spanische Gitarre oder auch Wanderklampfe) ist mit Nylonsaiten (früher waren es Darmsaiten) bespannt. Ihr Klang ist weich und rund, aber nicht sonderlich brillant. Für klassische Musik ist sie natürlich die einzig wahre Gitarre. Sie eignet sich aber auch gut als universelles Anfängerinstrument, nicht zuletzt wegen ihrer beim Greifen angenehm weichen Saiten. Die Westerngitarre (z.B. Dreadnought, Jumbo) ist mit Stahlsaiten bespannt. Dadurch klingt sie viel brillanter als eine Nylonsaitengitarre. Für Plektrumspiel und als Rhythmusgitarre eignet sie sich hervorragend, da ihre Klangcharakteristik die Anschläge betont und sie dadurch auch beim akkordischen Spiel nicht undifferenziert klingt. Als Anfängerinstrument ist sie, wegen ihrer - im Gegensatz zur E-Gitarre - nicht flexibel einstellbaren Saitenlage und dem dadurch bedingt meist hohen Kraftaufwand beim Greifen, allerdings nicht besonders gut geeignet. Für einen Anfänger kann das Greifen der harten Saiten sehr schmerzhaft sein. Wer dennoch auf einer Westerngitarre lernen will, sollte sie für den Anfang mit dünnen (E-Gitarren-) Saiten bespannen (lassen).

Achtung: Die Konstruktion beider Gitarrenarten ist grundlegend verschieden. Auf keinen Fall sollten auf eine klassische Konzertgitarre Stahlsaiten aufgezogen werden, da sonst deren viel höhere Saitenspannung das nicht darauf ausgelegte Instrument in kurzer Zeit zerstört.

Auch ein Anfänger sollte sich Gedanken darüber machen, in welche Richtung er sein Gitarrenspiel hauptsächlich entwickeln will. Es ist aber natürlich auch jederzeit möglich in die jeweils andere Richtung hineinzuschnuppern. zur Auswahl stehen:

Klassische Konzertgitarre (Nylonsaiten)

da das klassische Repertior in Form von Noten vorliegt, baut auch der Unterricht für die klassische Gitarre zwingend auf der Notenschrift auf (Lehrwerk in Heftform). Für einen Anfänger, der die klassische Gitarre erlernen will, ist es aber sicherlich auch kein Fehler sich erst einmal mit den Grundlagen der Songbegleitung (s.u.) zu befassen.

Songbegleitung etc. (Nylonsaitengitarre oder Stahlsaiten- Westerngitarre)

Die Unterrichtsinhalte sind hier anfangs die gleichen wie bei der E-Gitarre: Einstimmiges Melodienspiel / Akkorde (Dreiklänge) in der Grundlage / Wechselschlag (Plektrum) / Zupfmuster / Barree- Akkorde. Das erste größere Ziel ist es dem Schüler die Fähigkeit zu vermitteln Songs nach Akkordsymbolen (z.B. aus Liederbüchern) begleiten zu können. Anschließend werden alle Spieltechniken durch das Nach- bzw. Mitspielen von CD- Aufnahmen entsprechender Songs vertieft. Theoriekenntnisse werden im Zusammenhang mit Beispielen aus bestehenden Songs vermittelt. Nachdem die Grundkenntnisse gefestigt sind, kann der Schüler auch eigene CDs mitbringen von denen er Songs nachspielen möchte. Der Lehrer ist im "Heraushören" von einzelnen Instrumenten aus dem Songarrangement geübt und kann daher dem Schüler recht schnell zeigen wie die entsprechenden Gitarrenfiguren zu spielen sind.